Migräne - Behandlung mit craniosacraler Osteopahie

Einteilung

Migräne ohne Aura (einfache Migräne): rezidivierende, etwa 3-6 (max. 72) Stunden anhaltende Kopfschmerzattacken, meist mit Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit, häufig mit Erbrechen und Augenflimmern.

Migräne mit Aura(klassische Migräne, Migraine acompagnée): zusätzlich vor oder zu Beginn der Kopfschmerzen etwa 20 Minuten dauernde neurologische Reize- und Ausfallserscheinungen wie Gesichtsfeldausfälle in Form von Flimmerskotomen (Flimmern, Funken, Blitze… Paresen eines oder mehrere Augenmuskeln = ophtalmische Migräne), halbseitigen Sensibilitätsstörungen, Paresen oder Sprachstörungen.

Basilarismigräne ist eine Sonderform mit Drehschwindel, Ataxie (Störung der Koordination), Hörstörungen, Para- und Tetraparesen oder Bewusstseinsstörungen.

Migräne mit prolongierter Aura: Dauer der neurologischen Ausfälle bis zu einer Woche.
Das Schädel-CT zeigt keinen pathologischen Befund.

Klinik

  • ansfallsartige Kopfschmerzen, oft von visuellen und gastrointestinalen Symptomen begleitet
  • tägliches oder periodisches Auftreten
  • pulsierende, pochende, hämmernde, meist einseitige Kopfschmerzen
  • Ausbreitung der Kopfschmerzen ausgehend von Schläfen- und Stirngegend oder Nacken
  • meist halbseitig, wechseln manchmal auch die Seite
  • Schmerzen verstärken sich durch körperliche Aktivität
  • vegetative Begleitsymptome wie Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen, Licht- und Geräuscheempfindlichkeit, kalte Extremitäten
  • beginnen meist in den frühen Morgenstunden und dauern Stunden bis Tage

mögliche Auslöser einer Migräneattacke

  • Stress: hohe Arbeitsbelastung, psychische, soziale Überforderung, Freude, Angst, Trauer, unerwartete Ereignisse, psycho-emotionale Traumas, Missbrauch, starke Emotionen, Entspannung (Wochenendmigräne)…
  • hormonelle Umstellung: Menstruation, Eisprung
  • optische Reize: Flimmerlicht, starkes Sonnenlicht
  • Schlafrhythmus: Schlafentzug, Ausschlafen
  • Nahrungsmittel: Wein, Nüsse, Käse, Schokolade, Kaffee, Glutamat… Essrhythmus
  • Düfte: Parfum, stark duftende Blumen, stickige Luft
  • Medikamente: Vasodilatatoren, Hormone… Medikamente können die Organe belasten(Leber, Nieren, Magen)
  • Verspannungen: Schulter/Nackenverspannungen, Verspannungen im TMG, Kaumuskeln
  • Klimawechsel: Wind, trockene Winde wie Bise oder Föhn (Druckvehältnisse), Mond, Wetterwechsel
  • Flüssigkeitsmangel: Gefahr bei trockenen Winden, Sonne, Bewegung…
  • Mangelerscheinung: bei niedriger Eisensättigung, Magnesiummangel, niedrigem B12
  • Risikofaktoren: Vererbung, Frau, jung, als Kind viel Bauchschmerzen, Reisekrankheit

Migräne ist vorallem in Industrieländern verbreitet.

Prophylaxe

Bei der Prophylaxe ist die Eigenverantwortung des/der Betroffenen gefragt. Es ist von grosser Bedeutung, dass der Fokus auf Gesundheit und Wohlbefinden gelegt wird – weg vom Schmerz und Krankheit. Vielleicht ist der Zeitpunkt gekommen Lebensumstände neu anzuschauen, Entscheidungen zu treffen, die Blickrichtung zu ändern, Gewohnheiten zu überdenken…
Es geht darum Körper, Seele und Geist in Harmonie zu führen, die innere und äussere Elastizität zu erhöhen. Es geht um Balance zwischen Aktivität – Ruhe, Bewegung – Entspannung. Viele Beschwerden haben mit einem Ungleichgewicht zu tun zwischen persönlichen Bedürfnissen und dem Unerfüllten im Leben. In Beziehungen zwischen Ausgesprochenem und Nichtausgesprochenem, zwischen Geben und Nehmen.
Es geht darum, sich auf die eigenen Ressourcen zu besinnen, Neues zu schaffen. Es geht um die Liebe, Achtung und Sorgfalt zu sich selber und der Schöpfung.

Hier einige Voschläge, sich Gutes zu tun:

  • Wickel/Kompressen:
  • Leberkompresse mit Schafgarbe
  • Bienenwachskompresse auf Schulter/Nacken
  • Ölkompressen ev. mit ätherischen Ölen
  • Rohwolle
  • ableitende, ausleitende Zwiebelkompressen (Fusssohlen)
  • Bewegung in der Natur
  • Sauna, Wechselbäder, Kneippanwendungen
  • ausgewogene Ernährung
  • Entspannung mit Yoga, progressiver Muskelrelaxation, autogenes Training…
  • Freundeskreis

craniosacrale Osteopathie

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